Kernspin­tomographie / Magnetresonanz­tomographie (MRT)

Ein bildgebendes und strahlungsfreies Verfahren zur Untersuchung aller Körperregionen.

Was ist eine Kernspintomographie (MRT)?

Die Kernspintomographie (auch Magnetresonanztomographie oder MRT genannt) ist eines der modernsten bildgebenden Verfahren. Mittels eines starken Magnetfeldes und elektromagnetischer Wellen werden hochauflösende und kontrastreiche 3D Aufnahmen oder Schnittbilder des Körpers in jeder gewünschten Raumrichtung erstellt. Röntgenstrahlen kommen nicht zum Einsatz.

Es können nahezu alle Körperregionen und Organe untersucht werden (z.B. Kopf, Hals, Wirbelsäule, Knochen, Gelenke, weibliche Brust, Herz, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Prostata, Gefäße).

Das Herz des Kernspintomographen bildet ein großer Elektromagnet mit einer röhrenförmigen Öffnung, in der die Patienten bequem auf einer fahrbaren Liege Platz finden. In kurzer Zeit lassen sich Schichtaufnahmen jeder Körperregion anfertigen. Ein Computer errechnet aus den digitalen Daten Ansichten der untersuchten Körperregion, die der Radiologe dann befundet.

Das von uns in der Radiologie Herrsching angebotene Untersuchungsspektrum umfasst neben den Standarduntersuchungen unter anderem:

  • Kardio-MRT
  • Mamma-MRT
  • Prostata-MRT
  • Angio-MRT
  • MRT bei Trägern von Herzschrittmachern
  • MRT bei Patienten mit Platzangst

Unsere Praxis verfügt über drei Hochfeld-MRTs. Das Hochfeld-MRT mit spezieller Auswertestation am Standort in Herrsching ist insbesondere für die genannten Spezialuntersuchungen im Einsatz. Weitere Hochfeld-MRT-Geräte befinden sich auch an anderen Standorten unseres Praxisverbunds.

Einsatzgebiete und Vorteile der Kernspintomographie

Besonders gut sind Gehirn und Rückenmark, innere Organe, aber auch Muskeln oder Gelenke zu erkennen. Mittlerweile können sogar Organe, die sich bewegen, etwa das schlagende Herz, auf Bilder gebannt werden.

Wichtige weitere Einsatzgebiete der Kernspintomographie sind die präzise Darstellung von Blutgefäßen, die Früherkennung von Tumoren sowie die funktionellen Untersuchungsmethoden der MRT, die Informationen etwa zum Blutfluss in Gefäßverengungen, zur Durchblutung von Geweben oder beispielsweise zum Ansprechen von Erkrankungen auf eine Behandlung liefern.

Der Vorteil der Kernspintomographie liegt darin, dass es sich um ein schonendes, praktisch risikoloses Untersuchungsverfahren handelt. Aufgrund der fehlenden Strahlenbelastung können auch Kinder und Schwangere untersucht werden. Und wenn ein Patient kein jodhaltiges Kontrastmittel vertragen sollte, wie es z. B. in der Computertomographie zum Einsatz kommt, kann der Radiologe oft auf eine Kernspinuntersuchung ausweichen.

Wie läuft eine MRT-Untersuchung ab?

Die Untersuchung erfolgt in der „Röhre“, die vorne und hinten geöffnet ist. Meist liegt der Patient auf dem Rücken, selten in Bauchlage. Die Untersuchung dauert je nach untersuchter Region und Fragestellung ca. 10-45 Minuten. Während der Untersuchung treten durch die schnell wechselnden Magnetfelder laute Klopfgeräusche auf, daher tragen die Patienten einen Gehörschutz.

Unser freundliches Personal steht während der gesamten Untersuchung mit dem Patienten in Kontakt. Der Patient kann sich jederzeit bemerkbar machen.

Gabe eines Kontrastmittels

Während einer Untersuchung im Kernspintomographen kann es notwendig sein, Ihnen ein spezielles Kontrastmittel zu spritzen, die Injektion erfolgt in eine Körpervene.
Der Zugang wird entsprechend vor der Untersuchung gelegt. Die von uns verwendeten Kontrastmittel im MRT sind ausschließlich makrozyklisch. Sie müssen keine Ablagerungen oder Gewebeschäden befürchten, falls eine Kontrastmittelgabe erforderlich ist.

Wenn das Gerät zu eng erscheinen sollte

Generell können Sie davon ausgehen, dass der Kopf bei der Untersuchung der unteren Körperhälfte außerhalb des Gerätes liegt.

Manche Patienten leiden unter der relativen Enge des Geräts („Platzangst“). Sollte dies für Sie zutreffen, sprechen Sie bitte vorab mit Ihrem behandelnden Arzt oder mit dem Radiologen. 

Sie müssen sich deswegen keine Sorgen machen, für uns ist das eine alltägliche Situation. Für Patienten mit Platzangst können wir die Untersuchung unter Einsatz eines Schlafmittels und unter einer besonderen Überwachung an unserem Standort in Herrsching anbieten. Danach ist die Untersuchung fast immer möglich. In diesem Fall müssen Sie in Begleitung zur Untersuchung kommen, da Sie nach der Untersuchung wegen des Medikamentes mehrere Stunden kein Fahrzeug mehr fahren dürfen.

Sie haben die Möglichkeit, sich Musik Ihrer Wahl während der Untersuchung über einen Kopfhörer einspielen zu lassen. Während der Untersuchung erhalten Sie über den Kopfhörer Informationen zur Dauer der noch folgenden Untersuchungsabschnitte. Zusätzlich haben wir in Herrsching eine hochwertige Raumbeleuchtung, die durch individuell wählbare Farbkompositionen die Untersuchungsatmosphäre angenehm gestalten lässt.

Was Sie zur MRT-Untersuchung mitbringen sollten

Bitte bringen sie Bilder und Befundberichte von auswärts durchgeführten Voruntersuchungen zum Termin mit (z.B. Kernspintomographie, Computertomographie, Röntgen Ultraschall). Diese können bei der Befundung hilfreich sein.

Vor der MRT-Untersuchung

Vor einer Magnetresonanztomographie (MRT)  wird geklärt, ob keine Ausschlusskriterien gegen eine Untersuchung sprechen. So sind einige medizinische Implantate problematisch, andere nicht. Grundsätzlich gilt aber: in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft sollte eine MRT vermieden werden.

Wer kann keine MRT-Untersuchung bekommen?

Bestimmte medizinische Implantate wie Herzschrittmacher, Defibrillatoren, Hirnschrittmacher, Cochlea-Implante oder Metallsplitter können gegen eine MRT-Untersuchung sprechen, allerdings bieten wir ab sofort auch für Patienten mit Herzschrittmachern oder Defibrillatoren MRT-Untersuchungen in Kooperation mit der Kardiologie an. Ob eine Untersuchung unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist, klären wir mit dem Patienten im Einzelfall. Viele andere Implantate wie beispielsweise Gelenkprothesen sind meist kein Problem bei der MRT.

Bei bekannter Unverträglichkeit oder sehr stark eingeschränkter Nierenfunktion kann die Gabe des Kontrastmittels nur mit Vorsicht und unter bestimmten Voraussetzungen erfolgen, auch hier prüfen wir individuell die beste Vorgehensweise.

Vor Beginn der Untersuchung müssen Sie alle metallischen Gegenstände ablegen. Dazu zählen auch Uhren, Hörgeräte sowie Scheck- oder Kreditkarten. Metallteile im Körper wie zum Beispiel fester Zahnersatz, Gelenkprothesen oder Metallplatten nach Operation eines Knochenbruchs stellen in der Regel kein Problem dar. Bitte geben Sie an, wenn Sie evtl. metallhaltige Teile tragen, insbesondere

  • einen Herzschrittmacher
  • eine künstliche Herzklappe
  • eine Insulinpumpe
  • ein Cochlea-Implantat
  • Metallsplitter
  • Tätowierungen
  • Gefäßstützen wie Stents
  • Gefäßclips

Um durch das Magnetfeld ausgelöste Fehlfunktionen zu vermeiden, sind Patienten mit Innenohrprothesen (Cochlea-Implantaten) und älteren, nicht MR-tauglichen Herzschrittmachern von der Untersuchung ausgeschlossen.

In Zusammenarbeit mit unseren spezialisierten Kardiologen führen wir MR-Untersuchungen bei Trägern von MR-tauglichen Herzschrittmachern durch. Hierbei achten wir zu Ihrer Sicherheit auf spezielle, mit den Herstellern der Schrittmacher abgestimmte Untersuchungskonditionen. Ob Ihr Herzschrittmacher für MRT-Untersuchungen zugelassen ist, klären wir gerne gemeinsam mit Ihnen ab.

Wir sind für Sie da!

Unser Personal, vom Empfang über unsere medizinischen Assistentinnen und Assistenten bis hin zu den Ärzten, wird Sie während Ihres Besuchs einfühlsam begleiten. Die Untersuchungen erfolgen in entspannter Atmosphäre auch für Kinder, ältere Menschen und körperlich Benachteiligte. Wir bemühen uns dabei um einen reibungslosen Ablauf und streben stets danach, dass Sie sich während der Untersuchung entspannt und sicher fühlen. Wir sind ein Team kompetenter Ärzte, die auf ein großes Netzwerk zurückgreifen können, und auf Ihre speziellen Bedürfnisse eingehen.

Hinweise zur Kernspintomographie (MRT)

Die Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie) arbeitet nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Deshalb ist der Patient während einer kernspintomographischen Untersuchung auch keiner Strahlenbelastung ausgesetzt.

Das Prinzip Kernspin

Normalerweise drehen sich alle Atomkerne im Körper um ihre eigene Achse. Diesen Drehimpuls nennt man auch „Kernspin“. Durch ihre eigene Drehung erzeugen diese Kerne ein minimales Magnetfeld. Besonders wichtig sind hier die Wasserstoffkerne, da sie im Körper am häufigsten vorkommen.

Die magnetische Ausrichtung der Wasserstoffkerne ist unter natürlichen Umständen rein zufällig. Legt man jedoch an den Körper von außen ein starkes Magnetfeld an, dann ordnen sich diese Atomkerne alle in der gleichen Richtung an, und zwar in Längsrichtung des Körpers.

Magnetfelder und Radiowellen

Genau dieses Prinzip nutzt die Magnetresonanztomographie. Im MRT-Gerät befindet sich ein sehr starkes, für den Menschen jedoch völlig ungefährliches Magnetfeld. Zusätzlich zu diesem Magnetfeld gibt das MRT-Gerät während der Messungen noch Radiowellen mit einer hohen Frequenz auf den Körper ab, wodurch sich die parallele Ausrichtung der Wasserstoffkerne im Magnetfeld verändert. Nach jedem Radiowellen-Impuls kehren die Wasserstoffkerne wieder in die Längsrichtung zurück, die durch den Magneten vorgegeben wird. Hierbei senden die Atomkerne spezielle Signale aus, die während der Untersuchung gemessen und dann vom Computer zu Bildern zusammengesetzt werden.

Allerdings reicht dies allein noch nicht aus, um verwertbare Schichtaufnahmen des Körpers zu erhalten. Deshalb werden zusätzliche Magnetfelder mit Hilfe von sogenannten Spulen an den Körper angelegt. Mit Hilfe dieser magnetischen Systeme ist es möglich, eine Körperregion aus verschiedenen Blickwinkeln abzubilden.

Messung des Wassergehalts im Gewebe

Je nach unterschiedlichem Gehalt von Wasserstoffkernen in den verschiedenen Geweben sendet der Körper unterschiedliche Signale aus. Dadurch lassen sich auf den Bildern die verschiedenen Gewebetypen voneinander abgrenzen, zum Beispiel gesundes von krankem Gewebe.

Durch die Veränderung der Mess-Einstellungen kann man zusätzlich am Computer die Darstellung bestimmter Gewebearten verstärken oder abschwächen.

Die Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie) ist bei vielen diagnostischen Fragestellungen unverzichtbar, beispielsweise um herauszufinden, ob Rückenschmerzen durch eine Entzündung oder durch einen Bandscheibenvorfall verursacht werden.

Die MRT eignet sich vor allem dazu, Weichteilgewebe zu untersuchen – das sind zum Beispiel Binde-, Muskel- oder Nervengewebe, das Gehirn und Organe. Auch flüssigkeitsgefüllte Hohlräume wie Herz, Blutgefäße, Gallen- und Bauchspeicheldrüsengang können wir mit der MRT sehr gut darstellen und begutachten.

Vorteile der MRT

  • keine Strahlenbelastung, da zur Bilderzeugung keine Röntgenstrahlen eingesetzt werden
  • Aufnahmen können jederzeit und beliebig oft wiederholt werden
  • Einsatz auch bei Kindern
  • Einsatz bei Schwangeren in Einzelfällen ab dem 4. Schwangerschaftsmonat möglich
  • sehr genaue, risiko- und schmerzlose Untersuchung, die in kürzester Zeit exakte Diagnosen liefert
  • Betrachtung von Organen und Geweben in jeder beliebigen Ebene und Schnittrichtung
  • hoher Kontrast zwischen gesundem Gewebe und krankhaften Veränderungen
  • sehr gute Darstellung der meisten Gefäße ohne invasive Methoden
  • relativ kurze Untersuchungszeit durch moderne Gerätetechnologie
  • ausgesprochen gute Verträglichkeit bei Anwendung von Kontrastmitteln

Spezielle MRT-Untersuchungen

Mehr Sicherheit bei der Brustdiagnostik durch Mamma-MRT

Neuere Studien empfehlen eine regelmäßige, ergänzende MRT bei Hochrisikopatientinnen. Gerade in dichtem Drüsengewebe können so verdächtige Veränderungen deutlicher und damit sicherer aufgespürt werden. Eine wichtige Rolle spielt die Mamma-MRT zudem bei der Beurteilung von Brustimplantaten sowie des umgebenden Drüsengewebes. Dies ist mit der konventionellen Mammographie nur sehr eingeschränkt möglich.

Nicht nur bei der Abklärung, auch bei der Vorsorge spielt die MRT eine immer größere Rolle. Neuere Studien haben gezeigt, dass bei einigen Tumortypen die Mamma-MRT bis zu 50% mehr suspekte Läsionen finden kann als die Mammographie und der Ultraschall! Daher empfiehlt die Fachgesellschaft American Cancer Society in ihren aktuellen Leitlinien zur Brustkrebsdiagnostik die regelmäßige Durchführung der Mamma-MRT bei Hochrisikopatientinnen (ergänzend zur Mammographie). Weitere Informationen zum Thema Brustdiagnostik finden Sie auf unserer Seite Kompetenzbereich Brustdiagnostik.

Die MRT der Prostata ist das derzeit beste bildgebende Verfahren zur Darstellung der Prostata um einen Tumor auszuschließen oder nachzuweisen. Die MRT ermöglicht ohne Eingriff in den Körper genaue Informationen über den Ort und die Ausbreitung eines Tumors.

Weitere Informationen zum Thema Prostatadiagnostik, zur Vorsorge und Diagnostik von Prostatakrebs finden Sie auf unserer Seite Kompetenzbereich Prostatadiagnostik.

Herz-MRT

Wir sind für die Untersuchung des Herzens mit dem Kernspintomographen (MRT) eingerichtet und von der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) als Zentrum für Kardiovaskuläre Bildgebung zertifiziert. Mehr Informationen hierzu finden Sie in unserem Kompetenzbereich Herzbildgebung

Die Bestimmung des Eisengehalts der Leber ist ein wichtiger Baustein in der internistischen Abklärung von Lebererkrankungen und zur Früherkennung von Leberschäden.
Insbesondere bei der erworbenen oder angeborenen Eisenüberladung der Leber (Hämochromatose) ist eine Bestimmung des Eisengehaltes für die weitere Therapie und Prophylaxe unerlässlich.

Moderne MRT-Verfahren erlauben jetzt eine einfache, nicht-invasive Bestimmung des Eisenanteils der Leber. Mit der sogenannten DIXON-Methode werden dem Radiologen sowie behandelnden Arzt damit automatisch schnelle und reproduzierbare quantitative Grafiken zum Eisengehalt angefertigt.
Leberbiospien lassen sich hierdurch in den meisten Fällen vermeiden. 

Die MR-Angiographie ist heute die Methode der Wahl zur Darstellung der arteriellen Gefäße. Sowohl die Gefäße im Hals- und Kopfbereich, als auch die Gefäße des restlichen Körpers lassen sich mit der MRT-Angiographie hervorragend untersuchen. Durch die sehr hohe räumliche Auflösung der modernen Geräte lassen sich auch Veränderungen an den kleinsten Gefäßen sehr gut und rechtzeitig erkennen. Durch den technischen Fortschritt hat die nicht invasive MR-Angiographie die früher notwendige risikobehaftete Katheter-Untersuchung in der Diagnostik abgelöst. Zur Durchführung der MRT muss der Patient lediglich ein Kontrastmittel in die Vene gespritzt bekommen, welches sich in den Gefäßen verteilt und so die Darstellung der Gefäße ermöglicht. Die Untersuchung einer Körperregion (z.B. der Beine) dauert nur wenige Minuten und liefert zuverlässige Ergebnisse.

Häufige Fragen zur Kernspintomographie (MRT)

Als schonendes Verfahren hat die Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie) das Spektrum bei der Diagnostik von Herzerkrankungen erheblich erweitert. Ohne jegliche Strahlenbelastung und völlig schmerzlos können wir mit Hilfe der modernen Hochleistungs-MRT-Geräte Aufnahmen von jeder Ebene des Herzens anfertigen und zu dreidimensionalen Bildern zusammensetzen.

Auf diese Weise erhalten wir detailliert Auskunft über die Größe des Herzens, alle Herzinnenräume, die Dicke der Herzwände, die Struktur und Funktion der Herzklappen, die Durchblutung des Herzmuskels und die Leistungsfähigkeit des Herzens.

MRCP bedeutet „Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie“ und ist der Fachbegriff für eine MRT-Untersuchung der Gallenwege und dem Gang der Bauchspeicheldrüse. Sie ist eine Ergänzung zur Untersuchung der Leber.

Bislang war die Diagnostik von krankhaften Veränderungen der Gallenwege und des Bauchspeicheldrüsengangs vor allem mit Hilfe der so genannten ERCP (endoskopische retrogade Cholangio-Pankreatikographie) möglich, bei der die Untersuchung mittels eines Endoskops erfolgt. Die ERCP ist ein invasives Verfahren - das bedeutet, sie ist mit einem direkten Eingriff in den Körper verbunden.

Mit Hilfe der MRCP steht nun ein nicht invasives Verfahren zur Verfügung, mit der zum Beispiel Gallenstauungen infolge eines Gallensteins schonend und sicher diagnostiziert werden können.

Viele gut- und bösartige Tumore lassen sich mit einer MRT schonend und sicher erkennen. In manchen Fällen sind jedoch andere oder weitere Untersuchungen nötig.

Die MRT ist eine der wichtigsten Untersuchungsmethoden bei Verdacht auf eine Tumorerkrankung der Muskulatur, der Knochen, des zentralen Nervensystems (Kopf und Wirbelsäule), der Bauchorgane und der weiblichen Beckenorgane. Auch zur Krebsvorsorgeuntersuchung der Prostata leistet die MRT gute Dienste, weil mit ihr schon kleinste Veränderungen der Gewebestruktur sicher erkannt und beurteilt werden können.

Ein weiteres Beispiel ist die so genannte Mamma-MRT der Brust, die ebenfalls sehr gute diagnostische Ergebnisse liefert. Sie wird meist ergänzend zur Mammographie und zur Sonographie (Ultraschall) der weiblichen Brust eingesetzt. Gerade dann, wenn bei der Mammographie oder im Ultraschall kein eindeutiger Befund vorliegt, kann diese Untersuchung therapieentscheidend sein.

Im Gegensatz zur Computertomographie (CT), die mit Röntgenstrahlen arbeitet, werden bei der MRT Schichtaufnahmen des Körpers mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen erzeugt. Die Patienten sind deshalb bei der MRT keiner Strahlenbelastung ausgesetzt. Die Untersuchung ermöglicht eine Ansicht des Körpers aus allen Richtungen.

Die strahlungsfreie MRT wird oft als Konkurrenz zur CT dargestellt. Wir sehen beide Methoden jedoch als sich ergänzende Diagnose-Maßnahmen. Je nach zu untersuchender Region, diagnostischer Fragestellung, persönlicher Situation des Patienten etc. entscheiden der behandelnde Arzt und unsere Radiologen in jedem Einzelfall, welche Diagnose-Methode sich am besten eignet.

In Notfallsituationen oder bei unruhigen Patienten wird zum Beispiel eher eine CT durchgeführt, da sie innerhalb von wenigen Minuten eine Diagnose liefert. Die Untersuchung mittels Kernspintomographie dauert dagegen zwischen 15 und 30 Minuten.

Dafür wird die MRT-Untersuchung in der Regel eingesetzt:

  • zur besseren Unterscheidung von Weichteilgewebe, Gelenkstrukturen, Brustgewebe sowie Gehirn und Nerven
  • zur Untersuchung von Kindern und jungen Erwachsenen (wegen fehlender Strahlenbelastung)
  • bei einer Allergie gegen jodhaltige Röntgen-Kontrastmittel

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